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Gerrit Bresch

Gegen jeden Antisemitismus – gegen jeden Rassismus!

Wir als LINKE stellen uns klar gegen antisemitische Hetze, egal aus welchen Reihen sie kommt. Wenn Menschen vor Synagogen in Deutschland „Scheiß Juden!“ rufen, ist das für uns unerträglich. Genau so unerträglich ist für uns jedoch der Versuch, Judenfeindlichkeit nur als Problem einer gesellschaftlichen Minderheit verorten zu wollen.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Der Holocaust, der die Geschichte dieser Welt für immer verändert hat, wurde in Deutschland begangen, von Deutschen. Am 17. Januar 2017 hat ein deutscher Faschist und AfD-Politiker das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Schande“ bezeichnet. Er wird auch von Parteimitgliedern gefeiert, die den Holocaust leugnen. Am 09. Oktober 2019 griff der deutsche Rechtsterrorist Stephan B. eine Synagoge in Halle an.

Sind deswegen alle Deutschen antisemitisch? Nein! Eine solche Verallgemeinerung ist ganz einfach falsch. Und genau so sind nicht alle als Migrant*innen gelesenen Personen antisemitisch, nur weil einige durch die benannten Parolen vor jüdischen Glaubenshäusern auffallen, oder sogar durch schlimmere (Gewalt-)Taten.

Der Versuch, das Antisemitismus-Problem allein auf muslimische Geflüchtete verschieben zu wollen, kommt aus der rechtsextremen Ecke. Also von denen, die gleichzeitig selbst antisemitische Verschwörungstheorien verbreiten. Auch der rechtsextreme Terrorist Stephan B. glaubte, dass „die Juden“ einen Plan für einen „Großen Bevölkerungsaustausch in Europa“ vorantreiben würden.

Dieses Framing soll von der eigenen Judenfeindlichkeit der Rechtsextremen ablenken. Doch eine noch restriktivere Einwanderungspolitik oder Massen-Abschiebungen werden unser gesamtgesellschaftliches Problem mit Antisemitismus nicht lösen.

Für uns bleibt es darum unerklärlich, dass in der aktuellen Debatte sogar vermeintlich linke Personen dieses rassistische Framing verbreiten, der Antisemitismus sei lediglich ein muslimisches oder gar ein „importiertes“ Problem.

Wir müssen uns gegen jeden Antisemitismus stellen, egal woher dieser kommt. Die Antwort auf Judenfeindlichkeit kann aber niemals Rassismus sein! Aufklärungsarbeit und der Kampf gegen Antisemitismus müssen Geflüchtete genau so einschließen wie alle anderen Teile der Gesellschaft.

Wir lassen uns durch Euren Hass nicht spalten, wir bleiben solidarisch!