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Treffen mit der NGG: „Wildwest-Zustände in der Fleischbranche beenden“

Kathrin Vogler, Bürgermeisterkandidatin für Emsdetten, und Stefan Giebel, Landratskandidat der Linken für den Kreis Steinfurt, haben sich heute mit dem Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Münsterland, Helge Adolphs (lks. im Bild), getroffen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert Münsteraner Bundestagsabgeordnete dazu auf, in Berlin für das geplante Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zu stimmen. Corona-Ausbrüche unter anderem bei Westfleisch und Tönnies hätten gezeigt, wohin die Missstände führen können. (Pressemitteilung der NGG Münsterland, 09.09.2020)

Im Frühsommer war die katastrophale Arbeitssituation der oft aus Osteuropa stammenden Mitarbeiter*innen in der Fleischindustrie - u.a. auch bei der Fa. Tönnies in Rheda-Wiedenbrück/NRW - nach einigen heftigen Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt.

Das Gespräch im Wahlkreisbüro DIE LINKE Emsdetten vermittelte vor diesem Hintergrund interessante Einblicke, wie die Fleischindustrie versucht, auf den parlamentarischen Prozess einzuwirken. Einige Unternehmen betreiben derzeit intensives Lobbying, um das Gesetz, das der Fleischbranche Leiharbeit und Werkverträge ab 2021 untersagen will, mit Schlupflöchern zu versehen.

Helge Adolphs, Kathrin Vogler und Stefan Giebel waren sich einig, dass diese Bestrebungen keinen Erfolg haben dürfen, weil Ausbeutung keine Geschäftsgrundlage sein darf.

Auch über unsere Konsumgewohnheiten müssten wir nachdenken, so der Gewerkschafter: „Solange Leute auf ihren 700-Euro-Grill unbedingt Würstchen für 1,99 legen müssen, geben die Unternehmen den Preisdruck an ihre Beschäftigten weiter.“