Stellungnahme zur Situation des Aaseebades der Partei Die Linke im Ibbenbürener Stadtrat
Stellungnahme zur Situation des Aaseebades der Partei Die Linke im Ibbenbürener
Stadtrat
Nie wieder Aaseebad – Bei uns schlägt dies weiterhin Wellen
Am 25.11.2025 gab es eine offizielle Stellungnahme zu einem Thema, das alle Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener aktuell bewegt: das Aaseebad schließt – und das final.
Der Presseerklärung wohnten der Bürgermeister, Herr Dr. Schrameyer, sowie der Großteil der Fraktionsvorsitzenden bei.
Somit auch wir, die Partei Die Linke im Ibbenbürener Stadtrat. Aus unserer Sicht wurde ein Pressegespräch inszeniert, das nach außen hin darstellen sollte: „Wir sind eine Einheit und stehen mehrheitlich zusammen.“.
Dieser vermeintlichen Gesprächsatmosphäre widersprechen wir aus den nachfolgenden Gründen.
Der marode Zustand und die, daraus resultierenden, verheerenden Sicherheitseinschränkungen bei einer weiteren Nutzung lassen auch uns zu dem Entschluss kommen, dass eine Schließung unumgänglich ist. Die Herleitung dieses Entscheids unterstützen wir allerdings nicht.
Trotz einer externen Verwaltungsgesellschaft sollte unserer Auffassung nach klar sein, dass die finale Verantwortung in den Händen der Verwaltung, der Stadt Ibbenbüren und des ersten Bürgers der Stadt liegt.
Eine Entscheidung dieser Relevanz leichtfertig damit zu entschuldigen, man „habe sich darauf verlassen, das Aaseebad würde noch fünf bis zehn Jahre machen“, wird von unserer Linksfraktion kritisch hinterfragt.
Bereits am 07.08.2025 wurde das Freibad des Aaseebades geschlossen. Grund dafür seien marode Wasserleitungen.
Auf die Frage, weshalb im direkten zeitlichen Zusammenhang keine weitere Überprüfung des restlichen Bades vorgenommen wurde, konnte lediglich geantwortet werden, dass die Schäden des Frei- und Hallenbades nicht miteinander zusammenhängen würden.
Die eigentliche Frage bleibt dennoch unbeantwortet.
Ebenso wie viele andere Unklarheiten, die zurückzuführen sind auf eine intransparente Kommunikation der Stadt gegenüber den Ratsmitgliedern, sowie den Bürgerinnen und Bürgern.
Nur gut drei Millionen Euro innerhalb von 42 Jahren in ein städtisches Freizeitbad zu „investieren“, lässt tief blicken.
„Der Rat hätte andere Prioritäten gehabt“ – unserer Ansicht nach nur deshalb, da das Ausmaß des eigentlichen Sanierungsstaus nicht vollumfänglich zu überblicken war. „Hoffnung“ und „Wünsche“ dürfen solche Entscheidungen nicht beeinflussen.
Wir brauchen Zahlen, Daten und Fakten!
Während es bei dem Pressegespräch vom 25.11.2025 vorrangig um Kostenfaktoren und detaillierte Darstellungen der Schäden des Aaseebades ging, haben wir uns gefragt:
Was passiert mit den Mitarbeitenden? Die Meisten sind nämlich nicht über die Stadt Ibbenbüren beschäftigt, sondern über die Ibbenbürener Bäder GmbH. Eine Schließung des Aaseebades bedroht somit nicht nur das Freizeitangebot Ibbenbürens, sondern insbesondere die Existenzen der Mitarbeitenden.
Aus diesem Grund haben wir einen Antrag an den Bürgermeister gestellt. Die Ibbenbürener Bäder GmbH soll aufgelöst werden und die Verwaltung in den Schul- und Sportausschuss übergehen.
Mit dieser Übertragung können wir für mehr Transparenz und Mitgestaltung sorgen. Freizeitaktivitäten dürfen nicht ausschließlich aus wirtschaftlicher Motivation heraus verwaltet werden. Sie müssen besonders für Angelegenheiten, die die Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürger betreffen, sozial und solidarisch ausgerichtet sein.
In dem Antrag fordern wir zusätzlich, dass die Beschäftigten der Ibbenbürener Bäder GmbH weiterhin in gesicherten Arbeitsverhältnissen verbleiben können – auch, wenn diese bislang nicht bei der Stadt Ibbenbüren beschäftigt waren.
Ein „Ausbaden“ dieser Situation darf nicht auf den Schultern derjenigen lasten, die das Aaseebad jahrzehntelang aufrechterhalten haben.
