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DIE LINKE. Recke

DIE LINKE. Recke: Wahlprogramm

Präambel

Wir können sie uns vorstellen; die Gesellschaft, in der Integration und Inklusion gelebte Normalität ist! Eine gesunde Umwelt. Eine gerechte Verteilung der Güter. Faire Löhne. Solidarität als Basis unseres Zusammenlebens! Die Folgen der Konsumgesellschaft sind schon lange spür- und sichtbar. Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Diese Erkenntnis zeigt sich mittlerweile in fast allen Wahlprogrammen.

Auch für DIE LINKE. Recke ist Umweltschutz in Recke eins der großen Themen; sei es die dringend notwendige Energiewende, ein nachhaltiges Aufforstungskonzept oder eine saubere Umwelt. Die Liste ist lang! Immer gilt: Umwelt vor Profit!

Der Kampf für eine gesunde Umwelt geht Hand in Hand mit dem für soziale Gerechtigkeit. DIE LINKE. Recke arbeitet dafür, dass Recke eine „bunte Kommune“ – ein „Ort für alle“ wird.

Das erreichen wir nur gemeinsam!

Wir wollen Bürger*innen, die durch einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr mobil sind. Bezahlbares Wohnen! Förderung von Bildung, Kunst und Kultur! Barrierefreiheit!
Dies und mehr fordern wir.

Auch hier gilt: Menschen vor Profit!

DIE LINKE. Recke hat die Ideen und den Kampfgeist, die es braucht, um Recke zu einer sozialen, solidarischen und ökologischen Gemeinde zu machen.

Lasst uns gemeinsam vorangehen und gemeinsam die Zukunft unserer Kommune gestalten!

 

Stadtentwicklung

"Ein Ort für alle" - Soziale Gerechtigkeit vor Ort erfordert soziale, solidarische und ökologische Kommunen. Allen muss sich die Möglichkeit bieten, direkt, demokratisch und politisch Einfluss zu nehmen und Dinge zu verändern und umzusetzen.

DIE LINKE. Recke tritt ein:

  • Für einen öffentlichen Nahverkehr und damit für eine gute Erreichbarkeit anderer Ortsteile und benachbarter Kommunen, sowie eine kostengünstige Anbindung an Städte wie Ibbenbüren, Rheine und Osnabrück
  • Für die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund. Alle sind Teil unserer Gesellschaft.
  • Für eine barrierefreie Gemeinde.
  • Für Mehrgenerationen-Wohnprojekte. • Für bezahlbaren Wohnraum.
  • Dafür, dass Plätze, Orte, Durchgänge, Passagen etc. nicht durch private oder kommerzielle Interessen besetzt werden. Ein gesundes Stadtklima entsteht durch mehr Grün- und Freiflächen.
  • Für die Erhaltung baulicher Altbestände. Die Umwandlung alter Industriegebäude in Kulturorte und Wohnanlagen muss unterstützt werden.
  • Für Denkmalschutz. Bestimmend für die Schönheit der Gemeinde ist das Ensemble aus neu und alt.
  • Für einen Mehr-Generationen-Park wo Jung und Alt sich verbinden

 

Wohnen und Leben

DIE LINKE. Recke sieht schon seit Längerem mit Sorge, wie das „Wohnen“ in unserer Gemeinde immer mehr den privaten Investoren als Geld- und Spekulationsplattform überlassen wird. Wir meinen, dass es um mehr als nur ein „Dach über dem Kopf“ geht; das Gefühl, „Zuhause sein zu können“ sollte neben der Bezahlbarkeit auch als wichtiger sozialer Faktor angesehen werden.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • 30% aller Neubauten müssen als sozial geförderter und somit bezahlbarer Wohnraum verbindlich vorgeschrieben sein.
  • Kostenlose Mietberatung im Rathaus anbieten.
  • Eine öffentliche und unabhängige Sozialberatung muss selbstverständlich sein. • Mietendeckel von Berlin als Vorbild für kommunale Möglichkeiten anwenden.
  • Kommunale Sozialpässe für Hartz IV Beziehende und Geflüchtete, für kostenlose Nutzung in Hallen- und Waldfreibad, sowie begünstigte Mitgliederbeiträge in Sportvereinen.

 

Verkehr und Mobilität

Gerade im ländlichen Raum ist das Auto immer noch das Hauptverkehrsmittel. Viele Mitbürger*innen und Familien die außerhalb von Recke arbeiten sind oftmals auf ein zweites Auto angewiesen; sehr kostspielig und nicht im Sinne des Klimaschutzes. Andernfalls gibt es Bürger*innen die nicht im Besitz eines Autos sind und somit auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen müssen. Der ÖPNV ist nicht ausreichend ausgebaut. Es muss radikal alles dafür getan werden, das zu ändern.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) • Eine kürzere Taktung des Busverkehrs
  • Shuttlebusse zu Großveranstaltungen anbieten.
  • Eine Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn, in Zeiten des Klimawandels lautet das Motto: Schiene statt Straße! Wir halten eine Bahnverbindung von Rheine bis Osnabrück für richtig.

 

Wirtschaftsstruktur, Finanzen und Arbeitsmarkt

Geschäfte stehen leer. Discounter machen sich breit, der zunehmende Internethandel zerstört die gewachsene Infrastruktur. Wir, DIE LINKE. Recke, fordern eine kommunale Entwicklung die sich dagegenstemmt.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Anreize schaffen für kleine, Inhaber*innen geführte Geschäfte.
  • Stopp für die Ansiedlung von Billigketten.
  • Familienfreundliche Innenentwicklung durch Schaffung neuer Spielplätze.
  • Große Unternehmen, die Billiglohn zahlen, dürfen in Recke keine Flächen erwerben.
  • Geschäfte zu fördern, für die Nachhaltigkeit kein Fremdwort ist. Ein „Unverpackt“-Laden stünde Recke gut zu Gesicht. Auch ein jährlicher Nachhaltigkeitsmarkt sollte ins Auge gefasst werden.

 

Umwelt, Klima und Energie

In unserer Gemeinde überwiegen die Interessen der Investoren und Gewerbetreibenden. Wir sollten mehr und mehr für Themen wie Klima-, Umwelt- und Naturschutz sensibilisiert werden.
Dies betrifft uns alle!

Auch Umweltverschmutzung und Massentierhaltung sind bei uns in Recke ein Problem. DIE LINKE. unterstützt die Ziele der Fridays-for-Future-Bewegung ohne Wenn und Aber.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Keine Genehmigungen weiterer Maststallanlagen und diese langfristig ganz zu verbieten. Um dies zu realisieren ist eine Unterstützung der Landwirte bei einem strukturellen Wandel natürlich unerlässlich.
  • Naturschutzgedanken müssen in jede Gestaltungssatzung der Gemeinde eingebunden und alle Maßnahmen auf Umweltverträglichkeit überprüft werden.
  • Aufstellung von 200 Mülleimern; insbesondere am Kanal, um Hundehalter*innen dabei zu helfen die anfallenden Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu entsorgen.
  • Einführung der gelben Tonne.
  • Neupflanzung eines Baumes für jedes neugeborene Kind in der Gemeinde. Somit können wir einen „Bürgerwald“ entstehen lassen.
  • Eine konsequente umwelt- und ressourcenschonende Politik.
  • Eine dezentrale und bürgerfreundliche Energieerzeugung, vor allem über Windkraft und Solar.
  • Eine Umrüstung aller Straßenlaternen der Gemeinde auf beste LED-Technik. • Regelmäßige Müllsammelaktionen in Recke unterstützen.
  • Aufklärungsarbeit in Schulen zum Thema Müllvermeidung.

 

Landwirtschaft

Der Klima- und Umweltschutz ist für das Überleben der Menschheit eine der wichtigsten Voraussetzungen. Die Rolle der Landwirtschaft ist in zweifacher Hinsicht bedeutend; sie ist gleichzeitig Betroffene des Klimawandels, wie z.B. die enorme Trockenheit zeigt, als auch Verursacherin. Als verantwortliche Akteurin hat die industrielle Landwirtschaft die Ökosysteme deutlich überstrapaziert.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Unterstützung des Öko-Landbaus.
  • Rückkehr zur Kreislaufwirtschaft mit flächengebundener Tierhaltung undregionaler Futtermittelproduktion.
  • Vom „Weltmarkt zum Wochenmarkt“; sozialökologische Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion.
  • Eindämmung der Lebensmittelverschwendung. • Verbot des Anbaus von Monokulturen.

 

Tierschutz

DIE LINKE. setzt sich für eine artgerechte und ethisch vertretbare Tierhaltung ein. Nutztiere müssen ihr angeborenes Verhaltensrepertoire ausleben können.
Permanente Stallhaltung in Großanlagen setzt sich für viele Bereiche in der Tierhaltung weiter durch. Dabei ist die industrielle Massentierhaltung weder tiergerecht noch ethisch vertretbar. Sie geht in der Regel mit Umweltbelastung (z.B. Gülle, Transporte, etc.) und Arbeitsplatzvernichtung auf kleineren, zumeist bäuerlichen Betrieben einher.

Alte landwirtschaftliche Nutztierrassen sterben aus. Ständige Effizienzsteigerungen zur Kostenminimierung gefährden eine tiergerechte Mindestversorgung und Betreuung.

DIE LINKE. Recke tritt ein für:

  • Einen Genehmigungsstopp für weitere Maststallanlagen.
  • Wildlebende Tiere; sie sind eine Bereicherung für Recke. DieWiederansiedlung ausgerotteter Tierarten ist möglich und sinnvoll.
  • Treibjagdverbot in öffentlichen und offen zugänglichen Wäldern.
  • Stärkung von Tierschutzorganisationen in der Kommune.
  • Keine Genehmigung von Zirkusgastspielen mit Tieren, inkl. Ponykarussells bei Dorffesten. • Kommunale Kastrationspflicht für freilaufende Katzen.
  • „Silvester-Böllerei“ dem Tier- und Umweltschutz unterordnen.

 

Bildung

Bildung ist ein Menschenrecht!
Sie soll junge Menschen in die Lage versetzen, gemeinsam mit anderen ein freies, sozial verantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Wie in kaum einem anderen Industrieland bestimmt die soziale Herkunft so sehr den Bildungserfolg. Das deutsche Schulsystem wird von wirtschaftlichen Interessen und Akteuren unterwandert. Die Ausrichtung von Schule und Bildung an die Erfordernisse der kapitalistischen Leistungsgesellschaft
soll die Verwertbarkeit der Jugendlichen in der Wirtschaft erhöhen.
Der digitale Unterricht im Zuge der Corona-Pandemie macht die Schwächen unseres Schulsystems deutlich sichtbar. Die soziale Schere ist noch weiter auseinandergegangen.
Die kommunale Politik muss in der verfehlten Schulpolitik Ausgleich schaffen.

Die Linke. Recke fordert:

  • Investition in die Renovierung maroder Schulen.
  • Kostenlose Bildung, Bildungsmaterialien und Kinderbetreuung.
  • Sponsorenfreien Unterricht.
  • Inklusion als grundlegenden Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinander in Schule und Kita.
  • Mehr Schulpsychologie und Schulsozialarbeit.
  • Vernetzung der Schulen mit der Jugendhilfe.
  • Kostenlose, regionale und nachhaltige Verpflegung.
  • Qualifiziertes, kontinuierlich weitergebildetes Fachpersonal.
  • Angebote zum Thema Digitalisierung und Datenschutz für Lehrkräfte, auch zu offener Software.

 

Kultur und Freizeit

Kunst, Kultur und Musik sind notwendiger Teil der Gesellschaft. Alle Menschen sollen daran teilhaben können. Kulturelles Erleben ermöglicht Menschen, alleine oder in Gruppen aus ihrem Alltag heraus neue Welten zu entdecken. Gerade in der Krise haben wir gemerkt, wie wichtig das ist.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Öffentliche Diskussionen über städtische Ausgaben für öffentliche Kunstwerke.
  • Förderung von Künstler*innen aus der Region durch mehr Ausstellungsmöglichkeiten in öffentlich frei zugänglichen Räumen.
  • Förderung der Auftrittsmöglichkeiten für Musiker*innen. Entwicklung von Konzepten für Konzerte und Festivals
  • Ein Jugendkulturzentrum im Recker Ortskern, um allen Jugendlichen einen Treffpunktzu bieten; unabhängig von Herkunft und Religion.
  • Finanzierung des Instrumental-Unterrichts. Jedes Kind soll die Chance haben, ein Musikinstrument zu erlernen.
  • Reparaturarbeiten am Recker Kunstrasenplatz fördern und eine schnellstmögliche Errichtung eines Kunstrasenplatzes in Steinbeck.

 

Digitalisierung

Die digitale Industrialisierung ist längst Teil unserer Lebens- und Arbeitswelt.
DIE LINKE. Recke sieht hier die Chance, digitale Innovationen zu nutzen, um die Lebensqualität und Teilhabe zu verbessern.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Freies WLAN in der gesamten Gemeinde.
  • Digitalisierung der Bildung; Schulen, Lehrkräfte und Schüler*innen müssen den digitalen Anforderungen entsprechend ausgerüstet werden. Lehrkräfte und Schüler*innen müssen für die Nutzung von neuer Technologie aus- und fortgebildet werden.
  • Kostenlose Schulungsangebote für die Herausforderungen der Digitalisierung und des Datenschutzes.
  • E-Government; öffentliche Dienste der Kommunalverwaltung müssen als Zusatzangebot zu den Bürgerbüros auch über das Internet angeboten werden.
  • Erweiterung des digitalenAngebotes für mehr Bürger*innenbeteiligung. Hierzu könnte man eine „Bürger-App“ erstellen.

 

Migration und Integration

Flucht und Vertreibung passieren global. Sie sind direkte Folge von Kriegen, politischer Verfolgung, Gewalt und von Klima- und Hungerkatastrophen. Wir verurteilen die kapitalistische Gesellschaftsordnung, die Reichtum für wenige produziert, Armut für viele hervorruft und weltweit die soziale und ökonomische Spaltung zu eigenem Gunsten vertieft. Jede Flucht ist ein Versuch, sich in eine bessere Zukunft zu retten. Für uns „Linke“ ist es selbstverständlich, dass wir die Geflüchteten mit offenen Armen empfangen. Integration geschieht vor Ort und ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Integration muss schnell und überall gelingen.
Die Rahmenbedingungen sind so zu verändern, dass Integration die gleichberechtigte, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Teilhabe der Migrant*innen an der deutschen Gesellschaft heißt.

DIE LINKE. Recke fordert:

  • Recke als „sicheren Hafen“.
  • Einsatz der Gemeinde, um Asylsuchenden und Geduldeten in Ausbildungen eine Aufenthaltserlaubnis für die gesamte Dauer der Berufsausbildung gewähren.
  • Gelegenheit zum Deutschlernen, unabhängig von Genehmigungen. • Dezentrales und menschenwürdiges Wohnen von Geflüchteten.
  • Unterstützung bei der Selbstorganisation von Migrant*innen.

 

Antifaschismus

DIE LINKE. steht für Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit und Frieden. In Recke wollen wir keine Nazis, keinen Rassismus und keine Benachteiligung von Minderheiten! Viele Menschen fühlen sich „abgehängt“ oder haben Angst vor dem gesellschaftlichen Abstieg. Rechte Parteien und Organisationen geben sich als „Anwälte der kleinen Leute“ aus. Rechtsextreme versuchen sich als „Beschützer der Deutschen“ insbesondere der „deutschen Frauen“ im öffentlichen Raum zu etablieren. Sie greifen bestehende Vorurteile und antieuropäische Stimmungen auf, um einem rassistischen und aggressiven Nationalismus den Weg zu bahnen.

Die LINKE. Recke fordert:

  • Breite Unterstützung für gesellschaftliche Bündnisse gegen Rechte und Nazis. Schulische und außerschulische Aufklärung, wie beispielsweise Treffen mit Menschen, die Opfer von Diskriminierung geworden sind, zur Stärkung der demokratischen Kultur und Toleranz
  • Die Förderung von Fahrten zu Gedenk- und Erinnerungsstätten durch Schulen und Jugendorganisationen.

DIE LINKE. wird nicht wegschauen, sondern Gesicht und Zivilcourage zeigen; fremdenfeindliche, sexistische, homophobe und nationalistische Reden nicht unwidersprochen lassen!

Wir üben Solidarität und unterstützen demokratische Proteste und Aktionen!

 

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