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Am Freitag, 28.08.2026 gab es einen Vortrag zum Thema „Rät*innen gegen Rechts“ der Referentin für Neonazismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung Anika Taschke.

Anika beschäftigt sich nach eigener Aussage seit Jahren mit der AfD bzw. wachsenden rechten Strukturen in Deutschland. Das sei nicht immer eine schöne Aufgabe, deshalb empfiehlt sie, dass sich nicht jede*r Einzelne mit diesem Thema beschäftigen sollte. Auch vor Ort gibt es Personen, die sich mit den rechten Strukturen und Personen beschäftigen. Diese Personen kennen auch die Gesichter hinter den Mitgliedern der AfD bzw. den Menschen, die sich dem rechten Gedankengut nahe fühlen. An diese Menschen soll man sich gerne wenden.

Zunächst warf Anika einen Blick auf Aussagen aus der Vergangenheit von Björn Höcke, wie er die AfD in den Kommunen aktivieren wolle. Das sei zum Teil gelungen. Unter anderem hat Anika dazu im Namen der Rosa Luxemburg Stiftung bereits eine Studie veröffentlicht und in dieser vor der Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. Eine Zusammenarbeit läge nicht erst vor, wenn man aktiv mit der AfD abstimmt. Bereits ein Foto von einem Händeschütteln kann von der AfD öffentlich als Zusammenarbeit deklariert werden. Selbst der von ihr genannte veröffentlichte Artikel wurde seitens der Pressearbeit der AfD bereits dazu verwendet herauszustellen, dass die Zusammenarbeit der anderen Parteien mit der AfD in den Kommunen erfolgreich erfolgt und das sogar die Rose Luxemburg Stiftung bestätigen würde.

Sie hat praktische Tipps für die Arbeit der Räte vor Ort vorgestellt. Unter anderem sollen wir Linken niemals mit den Stimmen der AfD rechnen, um Anträge durchzubringen. Alleine ein Satz zum Ende jeden Antrags wie „Wir stehen für eine demokratische, bunte, vielfältige, queerfreundliche, umweltbewußte Stadt“ wird voraussichtlich jede AfD-Fraktion dazu bringen, dem Antrag nicht zuzustimmen. Ansonsten könnte man eine solche Zustimmung sehr gut für die eigene Pressearbeit nutzen. Auch sei manchmal die Rücknahme eines Antrages möglicherweise sinnvoll oder die Beantragung von geheimen Abstimmungen.

Anschließend stand Anika für Fragen der Zuhörer:innen zur Verfügung.

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