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Sprecherin Kreisverband Steinfurt

Kathrin Vogler

aus Emsdetten

kathrin.vogler@die-linke-steinfurt.de

 

Sprecher Kreisverband Steinfurt

 
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Kathrin Vogler ist Mitglied des 18. Deutschen Bundestag und vertritt den Kreis Steinfurt.

 

 

LINKE-Büros im Kreis Steinfurt



LINKES Zentrum in Emsdetten

Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Kathrin Vogler

Kreisgeschäftsstelle DIE LINKE.KV Steinfurt

Karlstr. 17, 48282 Emsdetten

Tel. 02572 9607760

kathrin.vogler.wk@bundestag.de

Öffnungszeiten:

Sprechzeiten:

Montag: 9:30  – 14:00 Uhr

Dienstag: 9:30 - 17:00 Uhr 

Mittwoch:  9:30 - 14:00 Uhr 

Donnerstag:  9:30 - 14:00 Uhr 

Freitag: 9:30 – 14:00 Uhr


 
 
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Aktuelles von der LINKEN im KV Steinfurt

25. Oktober 2015

Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg

Bericht über die Fahrradtour zu den Spuren der NS-Diktatur in Rheine am 17.10.2015

 

Unter diesem Motto, das auch 70 Jahre nach Kriegsende immer noch aktuell ist, führte die 3. Fahrradtour des Ortsverbandes Die Linke.Rheine zu den Spuren der NS-Diktatur in Rheine. Die Tour ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe Erinnern und Gedenken, die jedes Jahr im Herbst/Winter in Rheine stattfindet. Trotz winterlichen Temperaturen und Dauerregen an den Tagen vorher, ließen sich immerhin 6 Teilnehmer nicht abschrecken und die Tour konnte beginnen. Ein Schwerpunkt der Fahrradtour waren die Straßennamen in Rheine. Erste Station war die Heinrich-Roters-Straße, die an den SPD-Stadtrat erinnerte, der 1933 sich weigerte eine Hakenkreuzfahne an einer Kehrmaschine der Stadtreinigung zu befestigen und daraufhin seinen Job verlor. 1944 wurde er im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Weitere Stationen in der Innenstadt waren der Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge, der Falkenhof, die Stolpersteine und die jüdischen Friedhöfe.

Weiter ging es zum Jahn-Stadion, der früheren Adolf-Hitler-Kampfbahn. 1934 fand hier ein mutiges Beispiel von Widerstand statt, indem am Vorabend der Eröffnung ein riesiges Hitler-Bild verbrannt und die Bühnendeko zerstört wurde. Von dort fuhren wir zur Gartenstadt Gellendorf, in der viele Straßen nach Widerständlern und Verfolgten benannt sind, wie z.B. Georg-Elser-Straße und Oskar-Schindler-Straße. Es gibt auch Straßen mit lokalem Bezug wie Hans-Niermann-Straße und Eickens Hof. Von den Teilnehmern wurde kritisiert, dass die Straße nicht direkt nach Karl-Ernst Eickens benannt wurde, der in den holländischen Untergrund ging und später mit selbst verfassten Flugblättern im Rheinland verhaftet und 1943 hingerichtet wurde. Die Taten von Karl-Ernst Eickens lassen sich durchaus mit denen der Geschwister Scholl vergleichen.

Danach ging es in den Dorenkamp ins Märchenviertel, wo ebenfalls Straßen nach Opfern und Gegnern des NS-Regimes benannt wurden, wie z.B. Anne-Frank-Straße und von-Ossietzky-Straße. Die Heinrich-Duhme-Straße hat wiederum einen lokalen Bezug. Heinrich Duhme hat zusammen mit Gerhard Luther einen ehemaligen Sportkameraden, der im Ruhrgebiet/Münsterland eine Widerstandsgruppe aufbauen wollte, einmalig mit Geld, Lebensmittelmarken und Adressen unterstützt. Das reichte aus um verhaftet und 1944 hingerichtet zu werden.

Nach 2 ½ Stunden Fahrradtour war man doch etwas durchgefroren und es ging zum Aufwärmen in das Linke Büro an der Catenhorner Straße, wo wir uns mit Kaffee und belegten Brötchen stärken konnten.